Mahlzeiten planen: Tipps

Seitdem wir nicht mehr in einer Stadt wohnen, gehen wir nur einmal die Woche einkaufen. Theoretisch könnte man wegen einer fehlenden Zutat ins Auto steigen. Leider dauert ein „kurzer“ Trip in den Supermarkt bei uns im Dorf etwa eine Stunde. Also habe ich gelernt besser zu planen, damit wir zwar seltener einkaufen, aber immer noch abwechslungsreich und gesund essen können. Unten findet Ihr Tipps, die meiner Meinung beim Planen von Mahlzeiten hilfreich sind.

 Alles aufschreiben

Der erste Tipp ist ein no-brainer: ich setze mich einmal die Woche hin und plane alle Mahlzeiten der Woche. Gleichzeitig mache ich die Einkaufsliste fertig – so kann ich gleich schauen, was ich noch habe und was leer geworden ist. Wie Ihr die Mahlzeiten aufschreibt, ist Euch überlassen. Im Internet gibt es unzählige Diagramme zum Ausdrucken, häufig sogar mit einer integrierten Einkaufsliste. Zur Zeit schreibe mir einfach alle Ideen auf einem Zettel hin, ich denke aber darüber nach, ob ich zu einem ausgedruckten Diagramm upgraden möchte.

Planen mit System

Für mich persönlich ist es am einfachsten nach Typen von Gerichten zu planen. So könnte ein Wochenmenü aus einer vegetarischen Mahlzeit, einem Pastagericht und aus einem Auflauf mit Hackfleisch bestehen. Ich versuche dabei die Beilagen zu variieren – innerhalb einer Woche gibt es einmal Pasta, einmal Reis und einmal etwas anderes. Man könnte natürlich andere Kategorien verwenden – hier gibt es ein paar Ideen dazu. Welche Kategorien am besten sind, hängt auch von Eurem Lebensstil ab. Ich muss zum Beispiel Gerichte wählen, die in einer Mikrowelle aufgewärmt werden können. Das beschränkt die Auswahl erheblich, aber erleichtert das Planen.

Anzahl der Mahlzeiten pro Woche festlegen

Wie viel Ihr kochen müsst oder wollt, ist für jeden unterschiedlich. Ich möchte möglichst wenig verarbeitete Produkte essen – über meine Ernährungsphilosophie habe ich hier geschrieben – und deswegen koche ich sehr viel zu Hause. Täglich etwas Neues zu kochen ist für mich aber zu aufwendig, deswegen koche ich immer für zwei Tage. Das ergibt ca. 3 bis 4 Mahlzeiten pro Woche. Zusätzlich essen wir am Abend zur Zeit Suppe und ein Topf reicht ungefähr 2-3 Tage lang. Insgesamt haben wir also 6 bis 7 Mahlzeiten pro Woche, die geplant werden müssen. (Fürs Frühstück plane ich keine Mahlzeiten ein, da ich sowieso immer dasselbe esse und die Frühstücksprodukte zu meiner Basis gehören.)

Basisprodukte festlegen 

Zur Basis gehören alle Dinge, die immer nachgekauft werden müssen, weil sie regelmäßig leer werden. Für mich sind es Dinge wie: Kartoffel, Möhren oder Tomaten, aber auch Pflanzenmilch, Haferflocken, Hirse, Vollkornnudeln oder Lachs. Sobald ein Basisprodukt leer geworden ist, setze ich es auf die Einkaufsliste. So kann ich sicher gehen, dass ich alles, was wir regelmäßig essen, immer parat habe.

Aus einem einzigen Kochbuch kochen

Am Anfang des Jahres habe ich mir vorgenommen mehr aus meinen Kochbüchern zu kochen. Ich wollte vor allem ein ganzes Kochbuch durchkochen – als eine Art Übung sich an Rezepte zu wagen, die ich normalerweise ignoriert hätte. Wenn man aus einem einzigen Kochbuch kocht, erleichtert es das Planen – man muss nicht stundenlang im Internet recherchieren. Es gibt auch einen zusätzlichen Vorteil ein einziges Kochbuch zu verwenden. Ich habe gemerkt, dass auf diese Weise viel weniger Lebensmittel verschwendet werden. Das liegt daran, dass die Kochbuchautoren immer wieder dieselben Zutaten verwenden – sie haben, wie jeder Koch, ihre speziellen Präferenzen. So ist man sich sicher, dass man die Sardellen, die man für ein Jamie Oliver Rezept gekauft hat, tatsächlich aufgebraucht werden.

Gelungene Rezepte aufbewahren

Wenn ich nicht aus einem einzigen Kochbuch koche, verwende ich vor allem Rezepte aus meinen liebsten Food-Blogs. Um mich daran zu erinnern, was ich bereits gekocht habe und ob es gelungen war, verwenden wir mit meinem Mann ein Bewertungssystem mit einer Skala von 1 bis 10. Besonders gelungene und praktische Rezepte – so ab 7 Punkten etwa – schreibe ich mir in meinem Rezeptbuch auf um sicherzugehen, dass sie nicht vergessen werden. So kann ich auf sie immer zugreifen – auch wenn mein Internet gerade streikt.

Welche Tipps habt Ihr fürs Planen von Mahlzeiten? Kocht Ihr zu Hause oder mögt Ihr es lieber auswärts zu essen?

Photo: unsplash.com

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