Minimalismus in der Praxis: Wie kauft man weniger?

Minimalismus ist eine bewusste Einschränkung des konsumorientierten Lebens. Das bedeutet nicht, dass Minimalisten nicht einkaufen gehen. Im Idealfall kaufen sie aber nur das ein, was sie tatsächlich brauchen oder wollen. Heute möchte ich Euch meine Methoden vorstellen, wie ich vernünftiger einkaufe.

Seltener einkaufen gehen

Das Dorfleben hat mich das Einmal-die-Woche-Einkaufen gelernt. Kein Laden ist einfach so um die Ecke und man hat keine Lust wegen jeder Kleinigkeit ins Auto zu steigen. Der Nachteil ist, dass man immer zu wenig zum Naschen im Haus hat. Der Vorteil: man ist schlanker. Und man kauft das ein, was man vorhatte. Zudem ist es nachhaltiger und billiger einmal die Woche einzukaufen.

Versuchungen aus dem Weg räumen

Wenn man einmal die Woche einkaufen geht, kauft man vernünftiger ein, weil man nur einmal mit Versuchungen konfrontiert wird – oh! eine neue Sorte Müsli, oh! diese Marmelade habe ich noch nie gesehen… Heutzutage werden wir ständig in Versuchung geführt. Werbung ist eine offensichtliche und allgegenwärtige Methode uns zum Einkaufen zu motivieren. Allerdings achte ich seit geringer Zeit auch auf versteckte Versuchungen. Die sozialen Medien und die Blogosphäre sind voll davon. Ich liebe es Blogs oder Youtube Videos von Beauty Gurus zu schauen und lasse mich häufig zu unvernünftigen Einkäufen „inspirieren“. Ich brauche doch den neuen Lippenstift, die Farbe ist der must-have dieser Saison! Um weniger einzukaufen habe ich die Zeit, die ich mit solchen Videos verbringe, beschränkt. Ich habe auch diejenigen Kanäle oder Blogs abbestellt, die vor allem einen konsumorientierten Lebensstil propagieren.

Mit einer Liste einkaufen

Die Dinge schaffen es auf eine magische Art und Weise in den Wagen zu wandern. Auch wenn man nur drei Sachen kaufen wollte, kommt man mit einem vollen Wagen wieder raus. Deswegen gehe ich immer mit einer Liste einkaufen – egal, wie viel und was ich einkaufe. Ich gehe nicht in den Laden um zu schauen, was es so Neues gibt. Wenn ich etwas will, schreibe ich es mir auf und warte um zu sehen, ob ich es immer noch will, wenn ich tatsächlich einkaufen gehe.

30-Tage-Regel

Mir passiert es ständig, dass ich beim Internetsurfen auf etwas stoße, das ich gerne haben würde. Ich tue es in den Einkaufswagen und speichere die Seite. Ich lasse mir 30 Tage lang Zeit um zu sehen, ob ich mich daran erinnere, was in dem Einkaufswagen ist. Häufig vergesse ich das Ding, sobald ich den Komputer ausgeschaltet habe. In solchen Fällen weiß ich, dass ich das Ding nicht wirklich benötige (oder dass es mir nicht wirklich gefällt) und kaufe es auch nicht.

Drei Outfits Regel

Sehr wenige Dinge braucht man wirklich. Ich meine auch nicht, was wir zum Überleben tatsächlich benötigen. Beim Einkauf von Kleidung, Kosmetik oder Accessoires mache ich immer folgende Übung. Zu erst frage ich mich, ob ich gleiches oder ähnliches Ding bereits habe. Wenn nicht, dann müssen mir drei Outfits einfallen, die mit dem neuen Ding und meinen alten Sachen kombiniert werden können. Wenn ich schon im Laden nicht weiß, womit ich das Ding kombinieren kann, dann ziehe ich es auch nie an.

Welche Methoden habt Ihr unüberlegten Einkäufen vorzubeugen?

Photo: splitshire.com

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3 Gedanken zu “Minimalismus in der Praxis: Wie kauft man weniger?

  1. Die 30-Tage-Regel kenne ich auch! Leider gelingt es mir nicht immer, mich daran zu halten. 😦
    Außerdem überlege ich auch gerne, ob ich die Dinge, die ich online kaufen möchte, auch offline bekommen kann. Dort sind sie häufig teurer (warum wohl?), die Wege sind weiter und umständlich und *schwupp* ist das Verlangen, das jeweilige Produkt zu erhalten, deutlich kleiner.

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    1. Ein guter Tipp! Das mache ich auch gerne – im Internet ist man geneigt mehr zu kaufen, als man tatsächlich braucht oder möchte. Ich glaube es liegt daran, dass es einfacher ist Dinge anzuklicken als etwas im Laden anzuprobieren. Wenn Du die 30-Tage-Regel einhalten möchtest, vielleicht hilft Dir das: man könnte am Anfang jedes Monats eine feste Summe an ein Sparkonto überweisen und auf dem Konto nur so viel lassen, dass es zum Leben reicht. Es ist nämlich so, dass man Einkäufe und Lebensstil an den Kontostand anpasst. Am Ende des Monats hat man dann auf jeden Fall etwas gespart und es fühlt sich unglaublich gut an. Liebe Grüße!

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  2. Pingback: Minimalismus in der Praxis: Shopping Ban Challenge | simplybela

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