Minimalismus und Produktivität: 10 Regeln

Als ich mit dem Gedanken gespielt habe einen Blog über Minimalismus und Persönlichkeitsentwicklung zu schreiben, habe ich sehr viele Bücher über Zeitmanagement gelesen. Ich habe ein paar Apps installiert, schrieb neu strukturierte To-Do-Listen und lies weitere Bücher. Das einzige Problem war: ein Produktivitätssystem aufrechtzuerhalten war komplizierter, als die Dinge einfach zu tun. Das heißt nicht, dass ich nichts dazugelernt habe. Im Gegenteil. Dank vielen Fehlversuchen habe ich ein paar allgemeine Regeln formuliert, die mir helfen produktiv zu bleiben, ohne dass ich eine konkrete Methode anwenden muss. Sie bilden mein minimalistisches Verständnis der Produktivität. Heute stelle ich Euch den ersten Teil meiner 10 Produktivitätsregeln vor.

1. Festlegen, was wichtig ist

Eins der besten Bücher, die ich zum Thema Management gelesen habe, ist „The 7 Habits of Highly Effective People“ von Stephen Covey. Covey betont, dass effektive Menschen nicht sinnlos „beschäftigt“ sind. Sie realisieren vielmehr das, was sie für wichtig halten. Wie bestimmt man, was einem wichtig ist? Covey beschreibt folgende Übung: man stellt sich bildhaft vor, was man im Leben erreicht haben möchte. Was sollen Andere über uns sagen, wenn wir tot sind?  Was müssen wir erreichen, damit wir uns erfolgreich fühlen? Man kann diese Übung in jedem Bereich unseres Lebens wiederholen – was für eine Ehefrau will ich sein? was für eine Arbeitnehmerin? Diese Leitbilder geben uns eine Orientierung dafür, was wir unter Erfolg verstehen. Dieses Verständnis kann sich sehr davon unterscheiden, was andere uns vorgeben. Desto wichtiger ist es, sich bewusst zu machen, was wir im Leben wollen. Um es nicht zu vergessen, sollte man sich die Idealvorstellungen aufschreiben und regelmäßig vor Augen führen.

2. Das Wichtige (auch) tun

Wenn man schon weiß, was einem wichtig ist, sollte man, ab und zu zumindest, das Wichtige tun. Covey macht auf den Unterschied zwischen dringenden und wichtigen Dingen aufmerksam. Die meisten von uns tendieren dazu die dringenden Dinge für wichtig zu halten. In Wahrheit sind viele der wichtigen Dinge – gute Gesundheit, Pflege von Beziehungen oder Entwicklung von Interessen – nicht so dringend. Deswegen werden sie häufig vernachlässigt. Covey schlägt eine interessante Übung vor: man zeichnet eine Tabelle mit zwei Spalten (wichtig/unwichtig) und zwei Zeilen (dringend/nicht dringend) und beobachtet sich selbst einige Tage lang. Man trägt jede 30 Minuten, die man in eine Aufgabe investiert, in die richtige Spalte ein. Das Ziel der Übung ist zu sehen, wie viel Zeit man für jede Kategorie aufbringt. Im Idealfall sollte man jeden Tag den wichtigen Dingen zumindest die Hälfte der Zeit geben.

3. Wochen- statt Tagespläne

Ich sage ja nicht, dass Tagespläne sinnlos sind. Für viele Jahre musste ich jeden Tag durchplanen, da die Uni – ich studierte 3 Fächer – meinen Alltag beherrscht hat. Falls Ihr Eure Zeit aber selbst organisieren könnt, empfehle ich Euch Wochenpläne zu erstellen. Wenn man wöchentlich plant, ist man viel flexibler. Ist etwas dazwischen gekommen? Kein Problem, man hat noch ein paar Tage Zeit es zu erledigen. Zudem nimmt das wöchentliche Planen weniger Zeit in Anspruch. Ich setze mich einmal die Woche hin und überlege, welche Ziele ich in den nächsten Tagen erreichen möchte.

4. Maximal 1 großes und 3 kleine Ziele pro Tag 

Es gibt nicht Frustrierendes, als dieselbe Aufgabe tagelang von einer To-Do-Liste in die andere zu verschieben. Wenn ich mir nur ein paar Dinge pro Tag vornehme, bin ich nicht so gestresst, kann mich auf jede Aufgabe konzentrieren und erledige sie schneller und besser.

5. Regelmäßige Pausen und Zeit für Persönlichkeitsentwicklung einplanen

Während ich dringende und „wichtigere“ Aufgaben auf die To-Do-Liste setzte, fehlte mir immer die Zeit für Projekte, die ich in meiner Freizeit realisieren wollte. So war ich immer eine gute Studentin oder eine gute Arbeitnehmerin, aber meine Freizeit sah nicht so produktiv aus. Und obwohl ich immer noch ab und zu einfach nur meinen Kopf ausschalten möchte, plane ich heute mehr Zeit für Bücher, DIYs oder Yoga, sodass meine Hobbys auf meiner To-Do-Liste genauso wichtig sind, wie die Aufgaben, die mir von anderen gestellt wurden.

Welche Regeln befolgt Ihr um produktiv zu bleiben? Könnt Ihr ein gutes Buch über Zeitmanagement empfehlen? Ich wollte eine Zusammenfassung über meine Lieblinge machen, hättet Ihr Interesse?

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Ein Gedanke zu “Minimalismus und Produktivität: 10 Regeln

  1. Pingback: Minimalismus und Produktivität: 10 Regeln (zweiter Teil) | simplybela

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